05 — Email an unsere Freunde – 15.04.2011 – Ausflüge

Hallo Ihr Lieben,

nachdem wir in Zarzouna noch einiges an Bordarbeiten erledigt hatten, wollten wir mal ein bischen etwas anderes tun. Die letzten drei Wochen waren deshalb ein bischen erholsamer fuer uns. Zwei Tage mieteten wir ein Auto, erkundeten die Umgebung von Bizerte und fuhren nach Tunis um neuen Polsterstoff zu kaufen, den wir ein ganzes grosses Stueck durch die Altstadt schleppten… Als wir dann ein zweites Mal mit dem Zug nach Tunis fuhren, erkundeten wir die Stadt etwas genauer und probierten alle moeglichen Kleinigkeiten in den zahlreichen Imbisstuben. Abends, auf dem Rueckweg nach Bizerte, wurde der Zug mit Steinen beworfen und die Fenster vor und hinter unseren Sitzen eingeschlagen… welch Aufregung – immer noch die Action des Buergerkriegs in den Knochen, dachten wir zunaechst an Schuesse… Wir erkundeten das enorme Schiffswrack am Strand ausserhalb von Zarzouna – und konnten uns nicht sattsehen an dem grotesken Farbenspiel… Dienstag, den 29ten frühmorgens fuhren wir mit EMELY nach Sousse (ueber Kelibia), wo wir von Freitag bis Montag blieben, um nun nach Tunis/ La Golette zurueckzufahren (wieder ueber Kelibia), wo ein Freund an Bord kommt um mit uns zurueckzusegeln. Waehrend Kelibia – mit grossem Fischerhafen – ein nettes, verschlafenes Örtchen mitten in der Natur am Cap Bon ist, bekamen wir den totalen Kontrast mit, als wir nach Sousse kamen, das touristisch vollkommen verdorben ist. Am Kai des Frachthafens mitten im Zentrum lagen wir absolut sicher abgeschlossen, doch viermal so teuer, wie auch alles andere in der Stadt; dazu nervige Jungs auf Schritt und Tritt, die die Touristen in die Geschaefte ziehen, zu irgendwelchen Fahrten ueberreden wollen und immer wieder neue Tricks haben, abzuzocken.. So machten wir nur einen kurzen Stadtrundgang und fuhren nachmittags mit der modernen Strassenbahn nach Monastir, und spazierten durch die kleinere, etwas ruhigere Stadt und den Yachthafen. Und natuerlich besichtigten wir das Maosoleum des beliebten Bourguiba.. Sonntags machten wir eine etwas laengere Zugfahrt ins Landesinnere und besuchten El Jem, ein winziges Oertchen mitten im Nichts, mit dem drittgroessten roemischen Kolosseum der Welt, das uns wirklich beeindruckte. Wir beschlossen, erst Montag nachmittag zurueckzufahren, weil wir unbedingt noch einen Blick in die gross angelegten Katakomben von Sousse werfen wollten, die sich unter einem riesigen Teil der Stadt erstrecken. Hier gibt es 15.000 Grabstaetten, die bis ins erste Jahrhundert zurueckreichen. Direkt ueber einem der zu besichtigenden Teile wohnt eine christliche norwegische Familie, deren Bekanntschaft wir machten, und Neil gab uns bereitwillig eine Privatfuehrung. Die Pflanzen in seinem Garten darf er nicht so stark giessen, damit sie nicht nach unten absacken 😉 Bei einer schoenen leichten Brise und hochsommerlicher Sonne ging es dann ueber Kelibia, wieder hoch nach La Golette und jetzt weiter nach Bizerte/Zarzouna, wo wir nun noch etwas Arbeit tun und alles fuer die Rueckfahrt vorbereiten… Wir melden uns, wenn wir wieder zurueck auf Mallorca sind..

Bis dahin seid herzlich gegruesst von

SY-EMELY Dieter und Antje

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